Die Heilpflanze Sanddorn: Was steckt drin und wie kann man sie nutzen?

Die Heilpflanze Sanddorn: Was steckt drin und wie kann man sie nutzen?

Wer Urlaub im Norden macht, trifft ihn fast überall mit seinen silbrigen Blättern und den dekorativen orangefarbenen Früchten: Den Sanddorn. Ursprünglich aus Nepal kommend, ist die beliebte Heilpflanze in Deutschland noch gar nicht so lange heimisch. Erst in den 1960er Jahren wurde sie erstmals in der ehemaligen DDR angebaut. Da sie wenig anspruchsvoll ist und auf sandigen und trockenen Böden hervorragend gedeiht, setzte sich der Sanddorn unaufhaltsam in Deutschlands Küstenregionen durch. Die hübschen Beeren selbst schmecken sauer, aber man kann sie zu leckersten Rezepten verarbeiten und sie haben es in sich. Sanddorn, die Heilpflanze: Was steckt drin und wie kann man sie nutzen?

Die Heilpflanze Sanddorn: echt gesunde Früchtchen!

Wer Sanddorn-Produkte isst, setzt sich geradezu einem Sprühregen an gesunden Inhaltsstoffen aus. Sanddorn ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Er enthält zum Beispiel Vitamin A, C, E und fast alle B-Vitamine. Außerdem Kalzium, Magnesium, Mangan und Eisen. Des Weiteren liefert er ungesättigte Fettsäuren. Der Körper kann daher die fettlöslichen Vitamine des Sanddorn ohne zusätzliche Fettzugabe aufnehmen. Deshalb werden dem Sanddorn viele heilende Wirkungen zugeschrieben. So übersteigt sein hoher Vitamin C-Gehalt den einer Zitrone um ein Vielfaches. Das erklärt seine überaus immunstärkende Wirkung. Sanddorn wirkt gegen Infekte und wirkt bei starken Krankheiten kraftspendend. Aufgrund seines hohen Vitamin B12-Gehalts eignet er sich bestens als Nahrungsergänzungsmittel für Vegetarier und Veganer. Alles in allem sind die kleinen Sanddorn-Beeren echte Wunderpakete.

Sanddorn – eine jahrhundertealte Heilpflanze

Auch wenn der Sanddorn in Deutschland erst seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts heimisch ist, wird er in der Medizin schon sehr lange eingesetzt. Dafür sorgen seine vielen gesunden Inhaltsstoffe, die äußerlich und innerlich heilsam sind.

Sanddorn in äußerlichen Anwendungen

Sanddorn_Öl

Wer an äußerliche Anwendungen denkt, der hat zu allererst die Haut im Blick. Aus dem Fruchtfleisch des Sanddorns gewonnenes Öl enthält besonders viele Antioxidantien und Palmitoleinsäure. Besonders letztere kann von der Haut sehr gut aufgenommen und verwertet werden. Es wirkt regenerierend und ist besonders wertvoll für trockene, spröde Haut. Es wird beispielsweise auch bei Neurodermitis durchaus erfolgreich eingesetzt. Sanddornölauszug wird aus dem Pressrückstand entsafteter Beeren gewonnen. Es soll bei Hautkrankheiten, Wundliegen, Verbrennungen und auch innerlich bei Pilzerkrankungen helfen. Es ist auch einfach möglich, aus Sanddornöl Cremes herzustellen, die eine wohltuende Wirkung für die Haut haben.

Sanddorn für innerliche Anwendungen

Bei Magenerkrankungen, Kreislaufstörungen, Erkältungen bis hin zur Frühjahrsmüdigkeit kann ein wohltuender Tee aus Sanddorn wahre Wunder wirken. Und dieser ist sehr leicht hergestellt:

Teetasse mit Sanddorn_Tee

  • Einen Esslöffel frische oder getrocknete Beeren mit 250 ml Wasser in einem Topf zum Kochen bringen
  • Von der Herdplatte nehmen
  • Bei geschlossenem Deckel zehn Minuten ziehen lassen
  • Abseihen und genießen

Die sauren Früchtchen des Sanddorns kann man zu wunderbaren gesunden, vitamin-C-reichen Brotaufstrichen verarbeiten. Dazu zählen Sanddorn-Konfitüren oder auch Sanddorn in Honig. Auch als Beimischung im Müsli, in Smoothies oder in Torten und Kuchen macht der Sanddorn eine gute Figur.

Sanddorn in Honig von Jungborn

Wer sich im Herbst etwas Gesundes und Warmes gönnen möchte, für den haben wir noch ein Rezept einer Sanddorn-Möhren-Suppe:

Für 2 Personen brauchen Sie:

  • 200 g Sanddornbeeren
  • 600 g Karotten
  • 1/2 Stange Porree
  • 1 Apfel
  • 2 EL gutes Olivenöl
  • 750 ml Wasser
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Sanddornbeeren mit etwas Wasser pürieren, durch ein Sieb geben und Mus und Saft auffangen.
  2. Porree in Scheiben und Apfel und Karotten in Stücke schneiden.
  3. Das geschnittene Gemüse in einer Pfanne mit etwas Öl kurz anbraten und mit Wasser ablöschen.
  4. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und etwa fünfzehn Minuten köcheln lassen.
  5. Pürieren und das Sanddornmus hineinrühren.

So kann der Herbst lecker und gesund beginnen. Probieren Sie es aus! Viel Spaß und guten Appetit!

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