Die Zukunft im Kaffeesatz deuten – Genuss und Vergnügen aus der French Press

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Kaffee ist für viele Menschen ein wahres Genussmittel, das zum Frühstück oder zur kleinen Pause am Nachmittag einfach dazugehört. Er kann in vielen Varianten zubereitet und verfeinert werden. Eine besonders interessante Möglichkeit, den Kaffee zuzubereiten, ist die Filterung mit der French Press, bei der sich der Kaffeesatz mithilfe eines Stempels am Boden absetzt. Haben Sie sich schon einmal gefragt, wofür Sie diesen im Anschluss an den Genuss des Heißgetränks noch weiterverwenden können? Kaffeesatz erweist sich als wahres Multitalent – beispielsweise als Dünger, Reinigungsmittel oder sogar, um Ihre Zukunft daraus vorherzusagen. Was Sie für das Kaffeesatzlesen benötigen und wie es funktioniert, können Sie in unserer Themenwelt erfahren. Doch wie bereitet man guten Kaffee in einer French Press zu? Und welcher Kaffee eignet sich am besten für die Zubereitung in der Pressstempelkanne? Lesen Sie bei Jungborn die Antworten darauf.

Kaffeegenuss mit der Pressstempelkanne – Aroma und Reinheit vereint

French Press nach Benutzung auf Holztisch mit Kaffeebecher

Jeder Deutsche trinkt durchschnittlich rund 165 Liter Kaffee pro Jahr, weshalb er auch ein schönes Geschenk für liebe Menschen ist. Ob als Begleiter zum Brot am Morgen oder zum Gebäck am Nachmittag, wie den köstlichen Kaffeeküsschen, – Kaffee bringt ein einzigartiges Aroma mit sich, er wärmt uns von innen, kann uns wach machen und gehört oftmals zu einem geselligen Beisammensein dazu. In Deutschland weit verbreitet ist das Kaffeekochen mit Filtern in einer Filterkaffeemaschine oder auch handgebrüht im Tassenfilter, das den Geschmack des Kaffees etwas abmildert. In den Ursprungsländern des Kaffees, wie beispielsweise in Äthiopien oder Nordafrika, sowie in Südosteuropa wird der Kaffee hingegen überwiegend ungefiltert zubereitet, was ihm einen kräftigeren Geschmack verleiht. Hier sind vor allem der kräftige Mokka oder auch der türkische Kaffee sehr beliebte Varianten des Bohnengetränks. Eine besondere Methode des Kaffeekochens, die auch in Deutschland immer beliebter wird, ist die Zubereitung mit der French Press. Mithilfe des Hub-und-Senk-Filters wird das Beste aus Ihrem Kaffeepulver herausgezogen: Mithilfe der French Press können Sie sich auf einen reinen Kaffeegenuss freuen, da der Geschmack des Kaffees nicht durch Papierfilter beeinträchtigt wird. Alle Aroma-Öle des Kaffees werden im fertigen Getränk belassen, sodass Sie den reinen und vollmundigen Kaffeegeschmack genießen können. Darüber hinaus können Sie die Ziehzeit und damit die Stärke des Heißgetränks ganz individuell bestimmen.

Was ist eine French Press?

Namen hat die French Press viele: Pressstempelkanne, Kaffeepresse, Kaffeebereiter, Kaffeedrücker, Cafetière, Chambord- oder Siebstempelkanne, Melior oder auch Coffee Plunger stehen alle für eine Kanne aus Glas oder Steingut, in der der gemahlene Kaffee aufgegossen und anschließend mithilfe eines Pressstempels gefiltert wird.

Aufgegossene French Press und Stempel mit Kaffebohnen

Erfunden wurde die French Press vermutlich um 1850 in Frankreich. Das erste Patent wurde jedoch erst 1929 vom italienischen Designer Attilio Calimani angemeldet, der die Kaffeepresse ebenso wie Faliero Bondanini immer weiter entwickelte. 1974 wurde schließlich die erste französische Stempelkanne vom dänischen Unternehmen Bodum entwickelt. Heute finden Sie ein vielfältiges Angebot unterschiedlicher Modelle, das die Auswahl auf den ersten Blick gar nicht so einfach macht. Das wichtigste Kriterium bei der Wahl Ihrer Kaffeepresse ist in der Regel das Füllvolumen, da die Kanne immer komplett mit heißem Wasser gefüllt werden sollte – es sind Modelle mit einem Fassungsvermögen von 350 bis 1500 ml erhältlich.

Grafik zum Aufbau einer French Press mit Einzelteilen

Die klassischen French Press-Kannen sind aus Glas gefertigt, das in einem Rahmen an Stabilität gewinnt. An den Deckel angeschraubt wird der Stempel, den Sie bei der Kaffeezubereitung sanft nach unten drücken, um das fertige Getränk vom Kaffeesatz zu trennen. Zu diesem Zweck besteht der Stempel aus drei Teilen: einem groben Rahmen, einem feinen Sieb in der Mitte und einem groben Sieb auf der Oberseite, durch die das Wasser fließen kann. Sie können diese drei Teile zur leichten Reinigung des Siebes auseinanderschrauben. Darüber hinaus finden sich auf dem Markt auch Kaffeepressen mit einer Warmhaltefunktion, bei denen die Kanne aus isolierendem Edelstahl gefertigt ist.

Genussvolle Momente mit dem passenden Kaffee

Kaffeelöffel aus Holz mit Kaffeepulver und Kaffeebohnen

Nutzen Sie zur Zubereitung in der French Press normal gemahlenen Kaffee, der ungefähr die Struktur von Sand aufweist: Mit zu fein gemahlenen Sorten wird es schwieriger, den Stempel hinunterzudrücken, da sich unter dem feinen Sieb das Pulver ablagert. Dieser entstandene, sogenannte Filterkuchen trägt neben dem Sieb zur Filterung bei, sollte jedoch nicht zu dicht und fest sein, um das Wasser mit leichtem Druck durchfließen zu lassen. Ist der Kaffee zu fein gemahlen, überextrahiert er und wird häufig bitter und sauer. Für einen größtmöglichen Genuss sollten Sie zu ganzen Kaffeebohnen greifen und diese kurz vor der Zubereitung selbst mahlen. Auch bereits gemahlener Kaffee eignet sich gut für die Zubereitung.

Neben dem Mahlgrad sind auch die Menge des gemahlenen Kaffees, die Ziehzeit und die Wassertemperatur von Bedeutung, um ein möglichst aromatisches Heißgetränk zu erhalten. Beachten Sie dafür die Füllmenge Ihrer French Press:

Größe Kaffeepulvermenge Zeit Mahlgrad Wassertemperatur Anzahl kleiner Tassen
0,35 l 4 TL (20g) 3 bis 4 Minuten mittel-grob 95 °C 3
0,5 l 7 TL (35g) 3 bis 4 Minuten mittel-grob 95 °C 4
1 l 11 TL (55g) 3 bis 4 Minuten mittel-grob 95 °C 8
1,5 l 16 TL (80g) 3 bis 4 Minuten mittel-grob 95 °C 12

So bereiten Sie den Kaffee in Ihrer French Press zu:

  1. Wärmen Sie bei Bedarf die Kanne Ihrer French Press mit heißem Wasser an.
  2. Geben Sie die auf das Volumen Ihres Kaffeebereiters angepasste Menge Kaffee in den Glasbehälter.
  3. Gießen Sie heißes, nicht mehr kochendes Wasser (95 °C) darüber und füllen Sie die Kanne so bis zur Hälfte auf.
  4. Rühren Sie den Kaffee einmal vorsichtig um. Nutzen Sie hierfür keinen Metalllöffel, sondern einen Porzellan- oder Plastiklöffel, um das feine Glas nicht zu beschädigen.
  5. Gießen Sie das Wasser nun bis oben hin auf. Dies sollten Sie bei jeder Kaffeezubereitung mit der French Press beachten. Wenn Sie die Kanne stattdessen nur zur Hälfte aufgießen und dementsprechend weniger Kaffeepulver nehmen, kann im Raum zwischen dem Sieb und dem Boden des Glasbehälters zu viel Wasser verbleiben. Beim Herunterdrücken des Stempels könnte dieses Wasser viele feine Kaffeepartikel in den Kaffee ausschwemmen und ihn so bitter werden lassen.
  6. Nach dem vollständigen Aufgießen lassen Sie den Kaffee für 3-4 Minuten ziehen. Bewährt haben sich vier Minuten Ziehzeit, Sie können jedoch je nach persönlichem Geschmack mit der Zeit experimentieren.
  7. Junger Mann drückt den Stempel einer aufgegossenen French Press nach unten Nun können Sie den Stempel langsam und gleichmäßig nach unten drücken, bis sich unter dem Sieb der komplette Kaffeesatz befindet.
  8. Genießen Sie Ihren frisch zubereiteten Kaffee aus der French Press.

Im Vergleich zu anderen Methoden bleiben bei der Kaffeezubereitung mit der French Press vermehrt kleine Partikel des Pulvers zurück. Das Sieb lässt – anders als beispielsweise ein klassischer Kaffeefilter aus Papier – einige dieser Partikel hindurch, die nicht ausgefiltert werden können und so im Kaffee verbleiben. Der fertige Kaffee schmeckt dadurch aromatischer und ein wenig stärker als das herkömmlich gefilterte Pendant. Die feinen Schwebeteilchen können Sie auch in Ihrer Tasse sehen, sie verbleiben nach dem Trinken auf dem Boden.

Auch wenn der Kaffeesatz hier nicht so umfangreich zurückbleibt wie bei der Zubereitung von Mokka oder türkischem Kaffee, können Sie ihn weiter nutzen. Haben Sie beispielsweise schon einmal Ihre Zukunft aus dem Kaffeesatz gelesen? Den Bodensatz aus Ihrer French Press können Sie ebenfalls auf vielfältige Weise verwenden. Gießen Sie ihn nicht einfach weg, sondern nutzen Sie ihn beispielsweise für Ihre Blumen oder im Haushalt. Aufgrund der vielen in den Kaffeebohnen enthaltenen Nährstoffe können Sie den getrockneten Kaffeesatz hervorragend als Dünger für Ihre Pflanzen verwenden, der darüber hinaus noch Schädlinge fernhält. Auch Ihre Haut freut sich, wenn Sie Ihr die Nährstoffe in Form eines Peelings zur Verfügung stellen. Durch die grobe, körnige Textur eignet sich der Kaffeesatz gut zum Reinigen der Hände oder sogar stark verschmutzter Backbleche. Zudem vertreibt er unangenehme Gerüche sowohl von Ihren Händen, beispielsweise nach dem Zwiebelschneiden, als auch aus Ihrem Kühlschrank, wenn Sie ein kleines Schälchen gefüllt mit dem dunkelbraunen Bodensatz hineinstellen.

Zusammenstellung dreier Bilder zur Verwendung von Kaffeesatz als Dünger und Peeling