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Seit Jahrtausenden ist Honig in seiner Vielfältigkeit kaum zu übertreffen. Schon unsere Urahnen setzten ihn als Nahrungsmittel, geschätztes Schönheitspflegemittel und Zahlungsmittel ein. Außerdem galt Honig als universelles Naturheil- und wirksames Konservierungsmittel.
Felsmalereien
Der erste bekannte Beweis
für die Verwendung von
Honig durch den Menschen
sind Felsmalereien im Osten
Spaniens, die in der prähistorischen
Steinzeit vor etwa
9.000 Jahren entstanden.
Mittelalter
Ebenso Künstler aus dem Mittelalter
zeigen in ihren Bildern,
dass der Bienenstock schon
früh als Unterkunft für die Bienenzucht
genutzt wurde.
Hochkulturen
Auch die alten Germanen,
Griechen, Römer und Ägypter,
alle Hochkulturen der Antike,
liebten den Honig und
servierten ihren Gästen Honigwein
und Honigkuchen
als besonderes Zeichen der
Gastfreundlichkeit.
Honig zum Fiebersenken
Hippokrates erkannte bereits,
dass Honig ein wohltuendes
Mittel ist und nutzte ihn bei
der Behandlung von Wunden,
Geschwüren und zum Fiebersenken.
Die alten Römer betitelten
Honig als „Himmelsmedizin“
bei Leiden jeglicher
Art. Und die Indianer rieten im
„Buch des Lebens“ zum Verzehr
von Milch mit Honig, um
das Leben zu verlängern.
Kleopatra
„Milch und Honig“ waren
auch die Schönheitsmittel der
ägyptischen Königin Kleopatra.
Sie sorgten für Gesundheit
und glatte Haut. Und diese
Weisheit hat sich bis heute
gehalten. Doch das Geheimnis,
welcher der ca. 180
Inhaltsstoffe im Honig diesen
Effekt hervorrufen könnte,
ist bis heute noch ungelüftet.
Des Rätsels Lösung
scheint die Kombination der
einzelnen Komponenten zu
sein. Dazu gehören Vitamine,
Mineralien, Spurenelemente,
Enzyme, Pollen und
viele mehr.
Antike
In der Antike nutzte man
Honig zum Konservieren und
Mumifizieren von Toten, wie
z.B. bei Alexander dem Großen,
den man mit Honig balsamierte
und dann von Babylon
nach Ägypten brachte.
Wie hochwertig Honig in der
Antike war, zeigt sich außerdem
durch seine Verwendung
als Zahlungsmittel.
König Ramses II ließ z.B.
in Ägypten Arbeitslöhne in
Honig, Honigkuchen und Waben
auszahlen.
Honig als Zahlmittel
Bei den Germanen waren die
Steuern zum Teil als „Honigzins“
zu entrichten. Das setzte
sich bis ins Mittelalter so
fort: Karl der Große forderte
von jedem Gutsherrn, auch
als Imker tätig zu werden, damit
sie die damalige Steuer
in Honig an den kaiserlichen
Hof abtreten konnten.
Damals wie heute ist Honig
also ein wertvoller Bestandteil
des täglichen Lebens.
Honig erreicht uns heute aus aller Welt – da ist es nur natürlich, dass die Honigsorten so verschieden sind wie ihr Ursprung. Das „fl ießende Gold“ ist in seiner jeweiligen Erscheinungsform immer auch ein Spiegel seiner Herkunft. Dank verschiedener Klimabedingungen kann das ganze Jahr über irgendwo auf der Welt Honig geerntet werden. Eine reiche Vegetation in einer gesunden, natürlichen Umgebung ist die beste Voraussetzung für guten Honig. Durch ihre Bestäubungsarbeit leisten die Bienen ihren Teil für den Erhalt unserer Natur und der pfl anzlichen Artenvielfalt, die für das globale ökologische Gleichgewicht so wichtig sind.
1. Schritt -
Arbeit der Bienen:
Wie allgemein bekannt,
ernähren sich Bienen von
Nektar und Pollen. Es gibt
zwei unterschiedliche Arten
von Trachtbienen. Die einen
sammeln nur den Nektar der
Blüten, die anderen nur die
Pollen.
Eine Nektar-Trachtbiene besucht
auf einem ihrer Flüge
mehr als 1.000 Blüten. Dabei
holt sie mit Hilfe des Löffelchens
ihrer Zunge den Nektar
vom Blütengrund und saugt
ihn durch den Rüssel in ihren
Honigmagen. Dieser ist so
groß wie ein Stecknadelkopf
und fasst ca. 40-50 mg Nektar.
Ist er voll, fl iegt die Biene
zurück zum Stock.
Dort gibt sie den Nektar an
die Arbeiterbienen weiter, die
ihn dann zu den Honigwaben
bringen. Dabei mengen sie
dem Nektar ihre Drüsensäfte
bei und spalten den Rohrzucker
in Trauben- und Fruchtzucker.
So entsteht Honig.
2. Schritt –
Gewinnung des Honigs:
Die Ernte des Honigs erfolgt
durch einen Imker. Der so genannte
Schleuderhonig entsteht
durch Ausschleudern
der vorher entdeckelten Bienenwaben
in einer Zentrifuge.
Schleuderhonig ist der am
meisten verbreitete Honig.
Ein Qualitätsmerkmal für Honig
ist die Bezeichnung „Kalt
geschleudert“. Damit ist gemeint,
dass nach dem Ernteund
Gewinnungsprozess bei
einer max. Temperatur des
Bienenstocks keine weitere
Erwärmung stattgefunden
hat. Alle Jungborn-Honige
sind ausschließlich „Kalt
geschleuderte“ Qualitätshonige.
3. Schritt –
Verarbeitung und
Produktion:
Nachdem die Imker den gewonnenen
Honig geerntet
haben, wird er, in Fässern abgefüllt,
zu Jungborn geliefert.
Vorher wurde er im Auftrag
von Jungborn mehrfach auf
Sortenreinheit und mögliche
Unreinheiten untersucht. Bei
Jungborn wird das „fl ießende
Gold“ dann weiterverarbeitet.
Der Honig, der zur Abfüllung
ansteht, muss eine Nacht
in der Vorwärmhalle lagern,
da einige Sorten auf ihrem
Reiseweg bereits teilweise
kristallisiert sind. Um den Honig
wieder vollständig fl üssig
zu bekommen, benötigt er
Wärme.
Sortenreine Säuberung
Nach der geringen Wärmebehandlung
bedarf es noch
einen Schritt bevor der Honig
für den Verzehr in Gläser abgefüllt
wird. Er muss von den
verbliebenen Pfl anzen- und
Faserteilchen und Wachspartikeln
befreit werden. Der
Honig wird sortenrein gesäubert
und anschließend in verschiedene
Gebinde abgefüllt.
Bevor er jedoch in den Verkauf
geht, werden dem Honig
Stichproben entnommen und
im Institut für Honiganalytik
in Bremen auf mögliche
Rückstände und noch einmal
auf Sortenreinheit untersucht.
Jungborn füllt jährlich ca.
120.000 Gläser Honig ab.
Defifinition von Honig:
Honig ist ein von Honigbienen
aus dem Nektar von Blüten
oder Pfl anzenlaussekreten
hergestelltes Nahrungsmittel.
Man unterscheidet:
Blütenhonig:
ist Honig, der aus dem Nektar
von Blüten stammt. Hierzu
gehören u.a. Akazien-, Klee-,
Heide- und Rapshonige.
Honigtauhonig:
ist das Ausgangsprodukt der
Blatt-, Nadel- oder Waldhonige.
Honigtau entsteht unter
Mitwirkung von saugenden
Insekten, die auf Pfl anzen
leben. Die Insekten stechen
das Siebröhrensystem der
Pfl anzen an, verwerten die
Stoffe, die sie zum Leben benötigen
und scheiden diese,
angereichert mit organischen
Säuren, Enzymen und anderen
Stoffen, als Honigtau
wieder aus. Dieser Honigtau
wird von den Honigbienen
aufgenommen.
Hierzu zählen Wald- und Tannenhonige.
Beschreibung:
Honig ist eine fl üssige bis feste
Substanz. Wegen seines
hohen Frucht- und Traubenzucker-
Anteils schmeckt er
sehr süßlich. Neben diesen
und weiteren Zuckerarten
enthält Honig 15-20% Wasser
sowie Vitamine, Enzyme,
Pollen, Aminosäuren und
Mineralstoffe. Durch diese
außergewöhnliche Zusammensetzung
ist Honig gesünder
als Kristallzucker. Gemäß
deutscher Honig-Verordnung
darf dem Honig nichts entzogen
oder hinzugefügt werden.
Damit ist Honig zu 100%
ein Naturprodukt.
Die Farbe des Honigs ist
abhängig von den gesammelten
Blüten oder dem
gesammelten Honigtau. Oft
gibt es weißen, goldgelben,
elfenbeinfarbenen, kräftiggelben
oder bernsteinfarbenen
Honig. Auch der Geschmack
hängt stark von den Pfl anzen
ab, die die Bienen befl ogen
haben.
Die Vielfalt der ca. 180 Inhaltsstoffe machen den Honig so wichtig für unsere gesunde Ernährung.
Zuckerstoffe:
Der hohe Anteil an natürlichen
Frucht- und Traubenzuckern
füllt die verbrauchten Energiereserven
sofort wieder auf
und hält unsere Körperfunktionen
mobil.
Spurenelemente:
Spurenelemente, die vom
menschlichen Körper benötigt
werden, um das reibungslose
Funktionieren des Stoffwechsels
zu steuern, sind reichlich
vorhanden.
Fermente:
Fermente sind Stoffe, die für
Haltbarkeit und Keimtötung
stehen.
Pollen:
Pollen, die sich im Honig befi
nden, sorgen dort für die verdauungsfördernde
Wirkung.
Eiweißbestandteile, Mineralstoffe,
Vitamine
und ätherische Öle:
Dies sind wertvolle Bestandteile
und wichtig für unsere
Grundversorgung.
Enzyme, organische
Säuren, antibakterielle
Substanzen, Pollen,
Farb- und Aromastoffe:
Das sind pfl anzliche Inhaltsstoffe,
die in kleinen Mengen
vorkommen. In einem raffi -
nierten Zusammenspiel ergänzen
sie sich jedoch gegenseitig.
Sie steuern biologische
Stoffwechselvorgänge,
erhöhen die Vitaminausnutzung
und regen Verdauung
und Appetit an.
Warum hat Honig ein
Mindesthaltbarkeitsdatum
(MHD)?
Honig gilt bei sachgemäßer
Lagerung als unbegrenzt haltbar.
Daher war die Angabe eines
MHDs für Honig nach
Deutschem Lebensmittelrecht
bisher keine Vorschrift.
Im Rahmen der Angleichung
der Lebensmittelrichtlinien
wurden im Jahr 2003, für alle
Mitgliedstaaten der EU, einheitliche
Regelungen festgelegt.
Somit ist seit dem
1.8.2004 nach den allgemeinen
Deklarationsbestimmungen
für Lebensmittel und somit
auch für Honig die Angabe
eines MHDs gesetzlich
vorgeschrieben.
Was muss ich bei der
Lagerung von Honig beachten?
Honig ist ein wertvolles Naturprodukt.
Damit das einzigartige
Aroma und die empfi
ndlichen Inhaltsstoffe möglichst
lange erhalten bleiben,
sollte Honig kühl, trocken,
geruchsneutral und dunkel
gelagert werden:
1. Kühl
(bei Zimmertemperatur)
Honig ist hitzeempfi ndlich,
denn viele seiner wertvollen
Inhaltsstoffe wie z.B. Enzyme,
Vitamine, Aminosäuren
und Hormone werden bei
Temperaturen über 40°C zerstört.
Optimal ist eine konstante
Lagertemperatur von
ca. 18-20°C für fl üssige Honige
und 10-12°C für cremige
Honige. Niedrigere Temperaturen
begünstigen das Kristallisieren.
2. Trocken
Honig ist hygroskopisch, d.h.
er zieht Feuchtigkeit aus der
Luft an. Als Folge kann es
zur Gärung kommen. Honig
sollte daher trocken beziehungsweise
gut verschlossen
aufbewahrt werden.
3. Dunkel
Honig ist lichtempfi ndlich.
Dies betrifft in erster Linie
die Inhibine (bakterienhemmende
Stoffe), die bei länger
andauernder Lichteinwirkung
zerstört werden. Außerdem
wird Honig bei Lichteinwirkung
dunkler. Dieser Prozess
dauert jedoch Monate bis
Jahre.
4. Geruchsneutral
Honig nimmt leicht fremden
Geruch und Geschmack an.
Daher sollte Honig immer
aromadicht verschlossen
gelagert werden und nicht
neben geruchs- und geschmacksintensiven
Produkten,
wie z. B. Käse, Seifenpulver,
Kaffee oder Kräutern,
stehen.
Warum ist ein Honig
flfl üssig, ein anderer fest?
Honig ist ein Produkt der Natur,
das hauptsächlich Traubenzucker
(25-35%) und
Fruchtzucker (ca. 33-45%)
enthält. Die Anteile sind je
nach Sorte verschieden. Honig
mit einem hohen Anteil an
Traubenzucker wird schneller
fest. Ist allerdings der Fruchtzuckeranteil
in der Überhand,
kristallisiert der Honig nur
sehr langsam bis gar nicht,
wie z.B. Akazienhonig.
Warum kommen Honige
von so weit her?
Die Deutschen haben den
höchsten Pro-Kopf-Verbrauch
an Honig. Er liegt bei ca. 1,5
kg pro Kopf und Jahr. Es können
allerdings nur 20% dieses
Bedarfs durch deutsche Erntemengen
gedeckt werden.
Aufgrund dessen werden
jährlich knapp 100.000 Tonnen
Honig importiert.
Wie kann ich kristallisierten
Honig wieder flfl üssig
bekommen?
Man kann Honig durch Erhitzen
wieder verfl üssigen. Allerdings
ist unbedingt zu beachten,
dass die Temperatur nicht
über 40°C steigt, weil sonst
die wertvollen Inhaltsstoffe
verloren gehen.
Kann Honig schimmeln?
Nein, Honig zählt zu den wenigen
Nahrungsmitteln, die
nicht von Schimmelpilzen
befallen werden können. Verhindert
wird dies durch den
hohen Anteil an Frucht- und
Traubenzucker und durch
andere keimtötende Inhaltsstoffe.
Macht Honig dick?
In Maßen verzehrt: nein! Honig
wirkt verdauungsfördernd.
Daher sättigt mit Honig
gesüßtes Gebäck schneller
als das mit Zucker gesüßtes.
Zum Vergleich: Honig
enthält pro 100 g ca. 300
kcal, Zucker hingegen ca.
400 kcal.
Ist Honig für jedermann
geeignet?
Diabetiker dürfen alle Speisen
in Maßen genießen, also
auch Honig. Trotzdem sollten
sie sich vor dem unbeschwerten
Genuss von Honig
mit ihrem behandelnden
Arzt beraten.
Babys unter 1 Jahr müssen
ganz auf Honig verzichten.
Das Magen- und Darmsystem
von Säuglingen bis zu
12 Monaten ist noch nicht
voll ausgereift und somit
noch instabil.
Ist flüssiger Honig besser
als fester?
Nein, die Konsistenz hat keinen
Einfl uss auf die Qualität.
Fast jeder Honig kristallisiert
während der Einlagerung.
Das ist ein natürlicher
Vorgang, der von den Traubenzucker-
Molekülen ausgeht.
Die Gesundheitswerte
bleiben dabei jedoch unverändert.
Ist frisch gewonnener
Honig gesünder?
Nein, Honig büßt durch eine
Lagerung an Gesundheitswerten
nichts ein, da die Bienen
ihn mit bakterienfeindlichen
Stoffen versetzt haben,
also gleichsam konserviert
haben.
Was versteht man unter
Mischtracht?
Einen Honig, der verschiedener
Blütensorten entstammt.
Ihre Aromen fügen sich zu
einem besonders „runden“
Ganzen zusammen.
Kann Honig auch künstliche
Zusätze enthalten?
Nein, wenn er von einem vertrauenswürdigen
Fachmann
stammt und als reiner Bienenhonig
angeboten wird.
Künstliche Zusätze, die seinen
naturgegebenen Wert
beeinträchtigen, stellen nach
der Deutschen Honigverordnung
eine strafbare Handlung
dar.
Was sind eigentlich Blütenpollen?
Blütenpollen sind reiner
Pfl anzenstaub - die männlichen
Pfl anzenkeimzellen.
Sie bilden sich in den Staubblättern
der Blüten und werden
dort bis zur Reife gespeichert.
Wenn die Pollensäcke,
welche sich am oberen Ende
der Staubblätter befinden,
reif sind, platzen ihre Wände
und geben die Pollenkörner
frei.
Wie sehen Blütenpollen
aus?
Blütenstaub kann die unterschiedlichsten
Formen annehmen.
Man spricht von
ovalen, kugeligen, würfel-
und pyramidenförmigen
Pollenkörnern. Außerdem
gibt es solche mit Luftsäckchen
zur besseren Verbreitung
durch den Wind. Zur
Unterscheidung der verschiedenen
Formen und
Oberfl ächen, muss man die
Pollen mittels eines Mikroskops
über 100fach vergrößern,
denn sie haben nur die
Größe von weniger als einem
zwanzigstel Millimeter. Je
kleiner die einzelnen Pollenkörner
sind, desto größer ist
die Gesamtzahl: bis zu mehreren
Millionen je Blüte. Die
Farbe der Pollen hängt von
der jeweiligen Pfl anze ab - so
sind beispielsweise die Pollen
von Lavendel tiefblau.
Wie werden Blütenpollen
geerntet?
In der Imkerei wird eine spezielle
Vorrichtung, eine sogenannte
Pollenfalle, am
Flugloch des Bienenstocks
angebracht. Dies ist eine
Art Gitter durch das sich die
heimkehrenden Flugbienen
zwängen müssen, wobei sie
ihre „Pollenhöschen“ abstreifen.
Die Pollenklümpchen fallen
dabei in ein Auffanggefäß,
das normalerweise 2-mal
täglich geleert wird. Anschließend
müssen die gewonnenen
Pollen sofort gereinigt
und getrocknet werden.
Wann ist es sinnvoll Blütenpollen
einzunehmen?
Blütenpollen sollen unter anderem
helfen das allgemeine
Wohlbefi nden in allen Lebenslagen
zu heben, rascher
körperlicher und geistiger Ermüdung
vorzubeugen, Folgen
von Hetze und Spannung
zu mildern und dem Körper
wichtige Nahrungssubstanzen
zuzuführen, z.B. während
der Schwangerschaft und bei
Schlankheitskuren. Blütenpollen
sollen für jede Lebenslage
hilfreich sein.
Wie werden Blütenpollen
angewandt?
Sie sollen vornehmlich rein,
evtl. mit etwas Honig oder
Joghurt vermischt oder in
warmer Milch aufgelöst, auf
nüchternen Magen eingenommen
werden. Damit die
Wertstoffe auch ihre volle
Wirkung aufschließen können,
sollten die Blütenpollen
immer sorgfältig zerkaut
werden. Erwachsene nehmen
kurmäßig (!) morgens
und abends 1 TL voll ein; für
Kinder ab 3 Jahren reicht die
Hälfte.
Was ist an Blütenpollen
so gesund?
Pollen enthalten Vitamine,
Nähr- und Mineralstoffe.
Nachgeprüft sind die Vitamine
bzw. Provitamine Carotin,
der B-Komplex, Vitamin
C, D, E und vitaminähnlich
wirkende Flavone. Ungefähr
ein Viertel der Pollenmasse
besteht aus Eiweiß und Kohlenhydraten.
Die Mineralstoffe
Kalium und Phosphor sind
mengenmäßig am meisten
enthalten. Außerdem sind
Magnesium und Calcium in
nennenswerter Menge vorhanden.
Analyse
Aus den einzelnen Honigpartien
werden Proben entnommen
und dann bis zu
15 verschiedenen Tests unterzogen.
Damit können die
Qualitätsmerkmale, wie z.B.
Tracht, Fermentgehalt und
Herkunft, des jeweiligen Honigs
genau festgestellt werden.
Blütenhonig
stammt hauptsächlich von
Blütennektar, z.B. von Akazienbäumen
oder Rapsfeldern.
Wussten Sie schon? Das
Sprichwort vom „Bienenfl eiß“
hat seine Gründe: 40.000 Flüge
zu insgesamt sechs Millionen
Blüten sind nötig für 1
kg Honig!
Cremige Honige
wie z.B. Sonnenblumenhonig
unterscheiden sich von
den „fl üssigen Honigen“,
wie z.B. Kaffeeblütenhonig,
durch einen höheren Traubenzuckeranteil,
der die Kandierung
bzw. Kristallisierung
fördert.
Diastase
ist ein Enzym im Honig. Für
die Qualitätsbeurteilung ist
die Diastasezahl von großer
Bedeutung. Sie gibt Auskunft
über die Beschaffenheit des
Honigs.
Enzyme
sind Wirkstoffe, deren Aufgabe
es ist, bestimmte chemische
Verbindungen herzustellen
oder zu lösen. Im Honig
sind bislang einige Dutzend
Enzyme nachgewiesen.
Fruchtzucker
wird im Fachbereich auch
Fructose genannt. Ungefähr
die Hälfte der in Honig
vorkommenden Zuckersorten
ist Fructose. Sie erhöht
den Blutzuckerspiegel nicht,
denn sie wird unverändert in
der Leber als Glykogen deponiert.
Glucose
ist die Fachbezeichnung für
Traubenzucker. Alle Energie
zehrenden Prozesse im
menschlichen Körper werden
durch die Glucose mit
Energie beliefert. Deshalb:
für Sportler, Schüler, körperlich
schwer arbeitende und
für ältere Menschen ist Honig
ein wohltuendes Nahrungsmittel.
Honigverordung
Sie nimmt die bindende genaue
gesetzliche Bestimmung
von Begriffen, Klassifi
zierungen und Bezeichnungen
zum Thema Honig
vor, gibt Richtlinien für seine
Beschaffenheit und defi niert
was „Honig“ überhaupt ist.
Institut für
Honigforschung
Es sitzt seit 1954 in Bremen
und erforscht die Inhaltsstoffe
und Eigenschaften
des Honigs. Es untersucht
im Jahr bis zu 4.000
Honigproben mit ca. 20.000
Einzel analysen. Es hat daneben
die Aufgabe, die
nach Deutschland importierten
Honige zu kontrollieren
und über ihre Qualität zu
wachen.
Kandierung
oder auch Kristallisierung ist
ein natürlicher Vorgang, der
bei den unterschiedlichen
Honigsorten zu verschiedenen
Zeitpunkten beginnt.
Lagerfähigkeit
Honig ist bei sachgemäßer
Lagerung nahezu unbegrenzt
haltbar. Obwohl Wärme
und Licht den Nähr- und
Genusswert des Honigs
kaum beeinträchtigen, sollte
man ihn kühl und dunkel
lagern.
Mineralstoffe
Alle Honige enthalten Mineralstoffe
wie Kalzium, Magnesium
und andere. Der Mineralstoffgehalt
von Honigtau
ist ca. 10 mal so hoch,
wie der von Blütenhonig.
Naturbelassenheit
des Honigs bedeutet, dass
Honig durch die Ernte und
Verarbeitung möglichst schonend
behandelt wird.
Orangenblütenhonig
kommt zum größten Teil aus
südlichen Länder. Seine Farbe
ist goldgelb mit rötlichem
Unterton.
Pollenanalyse
ist eine spezielle mikroskopische
Technik, die es
zulässt, aufgrund der im
Honig vorhandenen Pollen
zu bestimmen, woher der
Honig stammt (Pfl anzenart
und Land).
Qualitätskontrolle
ist eine wissenschaftliche
Methode, um die Qualität des
Honigs sicherzustellen.
Reinheitsgebot
besagt, dass dem Honig
weder Stoffe zugefügt noch
entzogen werden dürfen.
Schleuderhonig
ist durch Schleudern der
entdeckelten brutfreien Waben
gewonnener Honig.
Tracht
bezeichnet man die Honigernte
aus Nektar oder
Honigtau, der überwiegend
von einer bestimmten
Blüten- bzw. Pfl anzenart
stammt.
Ursprungsländer
der von den Mitgliedern des
Honig-Verbandes importierten
Honige sind in erster
Linie Kanada, Mexiko
und Argentinien. Außerdem
gehören Australien, Ungarn,
Rumänien, Jugoslawien,
Russland, Frankreich
und noch etwa ein Dutzend
mehr dazu.
Wabenhonig
ist Honig, der sich noch in
der geschlossenen brutfreien
Wabe befi ndet.
Zeidlerei
ist die urdeutsche Form der
Bienennutzung. Die Nester
der wildlebenden Bienen
wurden von den Zeidlern
aufgesucht. Sie ernteten
den Honig, beließen aber
den Bienen soviel, dass sie
über den Winter kamen. Mit
bestimmten Symbolen markierten
sie die genutzten
Bienenstöcke. Das sagte
den anderen Zeidlern, dass
sie besser die Finger davon
ließen.



