Gesund Süßen mit Honig

Naturprodukt Honig: gesunde Süßkraft für Ihr Wohlbefinden

Seine frühere Bezeichnung als „Speise der Götter“ macht schnell deutlich, wie wertvoll der zähflüssige, süßlich-intensiv schmeckende Honig bereits im alten Ägypten war. Als einzig verfügbares süßes Nahrungsmittel, welches zudem von kleinen Bienen hergestellt wird, wurde er geradezu mystifiziert. Dabei sind die fliegenden Insekten überaus fleißig: Pro Jahr isst jeder Deutsche etwa ein Kilogramm Honig, für das die Bienen mehr als fünf Millionen Blüten anfliegen müssen. Doch nicht nur für seinen Geschmack wird Honig geschätzt: Schon in der Antike nahmen die Menschen für geschmeidige Haut Bäder aus Milch und Honig, denn der goldene Saft bindet Feuchtigkeit, während die enthaltenen Antioxidantien sich gut von unserem Organismus verwerten lassen und sogenannte Radikale im Körper abfangen und unschädlich machen können. Mit der Gewinnung des herkömmlichen Zuckers seit dem 19. Jahrhundert trat der Honig als Nahrungsmittel schließlich etwas in den Hintergrund, steht aber bis heute für besonderen Genuss, Qualität und einen unvergleichlich natürlichen Geschmack.

Collage aus Honig-Topf und Biene mit Text: Für ein Kilogramm Honig fliegen die Bienen mehr als fünf Millionen Blüten an.

Viele Speisen im Alltag werden gesüßt – sei es der nachmittägliche Tee, der selbstgebackene Kuchen oder das köstliche Dessert. Süßes schmeckt gut und das liegt v.a. daran, dass der süße Geschmack in der Natur eine überlebenswichtige Botschaft vermittelt: Ich bin nicht giftig und liefere Energie. Heute jedoch enthalten unzählige Lebensmittel Zucker, was schnell zu einem Überangebot führt. Vermutlich greifen Sie in der Regel beim Zubereiten Ihrer Speisen zum klassischen Haushaltszucker, um den süßen Geschmack zu erreichen. Doch Honig kann Ihnen eine gesunde Alternative bieten, die zudem eine ganze Reihe an Vorteilen für Ihr Wohlbefinden mit sich bringen kann. Es lohnt sich daher, den raffinerten Zucker zum Süßen häufiger durch Honig zu ersetzen.

 

Der gelb-goldene bis tief braune Honig ist ein Naturprodukt, das nur Gluconsäure und Wasserstoffperoxid als natürliche Konservierungsstoffe enthält, die die Bienen dem Nektar hinzufügen. Bei seiner Gewinnung und Herstellung wird auf chemische Stoffe komplett verzichtet. Er ist dabei in seiner Zusammensetzung wesentlich vielfältiger als klassischer Zucker und verleiht Ihren Speisen neben der erwünschten Süße einen intensiveren Geschmack.


Honigsorten

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Sorten von Honig: dem Blütenhonig und dem Honigtauhonig.

  • Blütenhonig wird aus dem Nektar der Blüten gewonnen und umfasst z.B. Akazienhonig, Kleehonig, Orangenblütenhonig, Heidehonig und Rapshonig.
  • Honigtau entsteht durch saugende Insekten, die auf Pflanzen leben und den Zellsaft mit Hilfe ihres Saugrüssels zu sich nehmen. Die für sie unbrauchbaren Stoffe geben sie anschließend als Honigtau wieder ab. Dieser wird von den Bienen aufgenommen und in den Waben ihres Bienenstocks gelagert. Zu dieser Honig-Art zählen Wald- und Tannenhonige.

    Bienen auf Waben

Der Mischblütenhonig ist die häufigste Honigform. Die Bienen fliegen dafür sehr viele verschiedene Blüten an und sammeln ihren Nektar zusammen. Daraus entsteht Mischblütenhonig, der sich durch eine große Vielfalt an Inhaltsstoffen auszeichnet. Durch die unterschiedlichen Standorte der Bienenstöcke können Geschmack und Aussehen der verschiedenen Mischblütenhonige stark variieren.

 

Sortenhonige bestehen dagegen überwiegend aus dem Nektar einer bestimmten Pflanze. Das Verhalten der Bienen wird hierbei als „blütentreu“ bezeichnet. Der entstandene Honig wird dann nach der Blüte benannt, die als einziger oder hauptsächlicher Bestandteil vorkommt. Beispiele hierfür sind Kleehonig oder Rapshonig.

Lagenhonige stammen ausschließlich aus einem bestimmten Gebiet. Dieses Territorium kann klar abgegrenzt werden und gibt dem Honig schlussendlich auch seinen Namen. So entstehen Honigsorten wie der aromatische Yukatanhonig oder der exotisch-kräftige Karibikhonig.


Gesund Süßen mit Honig – die Alternative zu Zucker

Liegender Holzlöffel mit Zuckerstückchen

Jeder Deutsche nimmt jährlich 36 Kilogramm weißen Zucker aus Rüben zu sich. Dabei sind 30 Kilogramm allein in Lebensmitteln enthalten und nur 6 Kilogramm nehmen wir als reinen Zucker, beispielsweise im Kaffee, zu uns. Mit diesen Zahlen liegt Deutschland im Mittelfeld der europäischen Statistik, die von Belgien mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 48 Kilogramm im Jahr angeführt wird. Dabei sind diese Zahlen seit Jahren steigend und führen nicht selten zu gesundheitlichen Problemen wie Übergewicht und Diabetes.


Gesundheitliche Nachteile von Zucker

Dass ein hoher Zuckerkonsum ungesund ist, beweisen viele Studien. Die im Zucker enthaltene Glukose gilt als schneller Energielieferant, weil sie im Blut eine sofortige Wirkung auslöst und uns leistungsfähig macht. Die Glukose im Blut sorgt allerdings auch für einen Anstieg des Blutzuckerspiegels, der einen bestimmten Wert nicht übersteigen darf, um keine gesundheitlichen Schäden im Körper zu verursachen.

Ist also nach einer sehr zuckerhaltigen Mahlzeit der Glukosegehalt im Blut sehr stark angestiegen, wird das Hormon Insulin ausgestoßen. Es informiert die Zellen darüber, dass der Zuckergehalt im Blut zu hoch ist. Diese nehmen den überschüssigen Zucker anschließend auf und senken den Blutzuckerspiegel wieder auf ein normales Level.

Viele Menschen nehmen jedoch über Speisen und Getränke viel mehr Zucker zu sich, als ihr Körper überhaupt verbrauchen kann. Und diese eingelagerten Reserven können folglich zu gefährlichem Übergewicht und einem dauerhaft erhöhten Insulinspiegel führen, der langfristig eine Insulinresistenz begünstigen kann. Diese äußert sich schließlich in Form von Diabetes. Unter dieser Krankheit leiden immer mehr junge Menschen, da sie sich schon in frühen Jahren zu einseitig und stark zuckerhaltig ernähren. Auch andere verbreitete Erkrankungen wie Herz- und Gefäßkrankheiten sowie Osteoporose können die Folgen eines erhöhten Blutzuckerspiegels und übermäßiger Insulinabgabe sein.

Da viele Menschen dennoch nicht komplett auf den süßen Geschmack von Zucker verzichten möchten, suchen sie nach einer geschmackvollen und gesunden Alternative, um Speisen und Getränke zu süßen.

Grafik mit Inhaltsstoffen von Honig und Zucker


Vorteile von Honig

Honig besteht, genauso wie Zucker, aus Glukose und Fruktose. Darüber hinaus enthält er zahlreiche Enzyme, Vitamine, Mineralien, (Amino-)Säuren, Hormone, Inhibine, Aromastoffe und Wasser.

Diese genannten Inhaltsstoffe haben positive Auswirkungen auf unseren Körper:

  • Enzyme: Sie machen den Honig nicht nur haltbar, sondern können auch gefährliche Keime abtöten und dadurch unser Immunsystem stärken. Zudem können sie eine gute Verdauung fördern.
  • Vitamine C, B1, B2, Komplex B6 und H: Sie können helfen, unseren Körper mit Energie zu versorgen.
  • Mineralien: Die enthaltenen Spurenelemente können den Stoffwechsel regulieren.
  • Säuren: Sie vermögen den Stoffwechsel anzuregen und in Form von Antioxidantien stressvorbeugend zu wirken.
  • Hormone: Sie können den Blutdruck und den Puls regeln.
  • Inhibine: Sie haben das Talent im Körper antibakteriell zu wirken. Zu ihnen zählen beispielsweise Flavonoide.
  • Aromastoffe: Sie verleihen dem Honig einen intensiveren Geschmack im Gegensatz zu herkömmlichem Zucker.
  • Kohlenhydrathaltiger Zucker: Honig enthält viel natürlichen Trauben- und Fruchtzucker, der wesentlich gesünder für unseren Körper ist als raffinierter Zucker.
  • Wasser: Flüssigkeit ist überlebenswichtig für unseren Organismus und muss dem Körper immer ausreichend zugeführt werden.

In den meisten Honigsorten ist mehr Fruktose als Glukose enthalten. Fruktose ist nicht nur wesentlich verträglicher für Diabetiker, sondern schmeckt auch süßer als Saccharose. So kann die gleiche süßende Wirkung mit weniger Honig erreicht werden. Im Gegensatz zu Zucker ist Honig zudem insulin-neutraler und führt dadurch zu einer deutlich geringeren Erhöhung des Blutzuckerspiegels.

Übersicht über die Vorteile von Honig gegenüber den Nachteilen von Zucker


Konsistenz und Haltbarkeit von Bienenhonig

Der Fruktoseanteil ist auch für die Konsistenz des Honigs verantwortlich. Je höher der Fruktosegehalt im Honig ist, desto flüssiger ist er. Allerdings wird jeder naturbelassene Honig mit der Zeit fest, er kristallisiert. Wie schnell dieser Vorgang einsetzt, ist abhängig vom Verhältnis zwischen Fruktose und Glukose. In der Regel kristallisiert Honig nach einigen Wochen, eine Ausnahme bildet zum Beispiel Akazienhonig, der bis zu zwei Jahren flüssig bleibt. Verderben oder schimmeln kann Honig aber nicht und ist somit unbegrenzt genießbar, auch wenn Honig aus gesetzlichen Gründen seit 2004 mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum ausgezeichnet werden muss.

Ein praktischer Tipp: Wenn Honig durch die Kristallisierung fest geworden ist, bekommen Sie ihn durch eine schonende Erwärmung im Wasserbad wieder flüssig. Die Temperaturen dürfen hierbei auf keinen Fall 40°C übersteigen, da die Inhaltsstoffe sonst verloren gehen.


Honig als Geschenk

Aufgrund seiner gesundheitlichen Vorteile und seiner vielfältigen Geschmacksvarianten ist Honig ein beliebtes Geschenk für Familie und Freunde sowie ein ideales Mitbringsel für Gastgeber. Ob in Form von praktischen Probiergrößen in einer ansprechenden Honig-Pyramide, als feines Frühstückspaket in Kombination mit leckeren Konfitüren oder zu Weihnachten in Form einer schmackhaften Honig-Tanne – die süße Leckerei eignet sich zu zahlreichen Anlässen als Präsent.


Zuckerersatzstoffe – weitere Alternativen zu raffiniertem Zucker

Seit geraumer Zeit tauchen neben Honig auch Zuckeraustausch- und Süßstoffe immer häufiger als Alternative zu Zucker auf. Während erstgenannte natürlicherweise in Früchten und Pflanzen vorkommen, werden Süßstoffe synthetisch hergestellt.

Übersicht über Zuckerersatzstoffe: Ahornsirup, Agavendicksaft, Kokosblütensirup, Stevia, Xylit

Zuckeraustauschstoffe

Diese süß schmeckenden Substanzen sind für unterschiedliche Anwendungen gut geeignet. Besonders bekannt sind u.a. der karamellige Kokosblütenzucker, Xylit und Sorbit, die im Vergleich zu raffiniertem Zucker den Insulinspiegel weniger stark beeinflussen, wodurch er langsamer ansteigt und so zu einem rascheren Sättigungsgefühl führt. Auch Kalorien können sich mit Zuckeraustauschstoffen einsparen lassen – Xylit ist beispielsweise um etwa 40% kalorienärmer als Haushaltszucker und kann zudem die Zähne vor Karies schützen. Ahornsirup, Agavendicksaft sowie Dicksäfte aus Obst stellen ebenfalls gesunde Alternativen dar, die zwar ähnliche Energiewerte wie Rübenzucker liefern, jedoch mit den enthaltenen Nähr- und Mineralstoffen sowie einer stärkeren Süßkraft wichtige Vorteile für Ihre Ernährung mit sich bringen können. Greifen Sie außerdem häufig zu frischem Obst und Trockenfrüchten, die Ihre Desserts, Smoothies und Milchshakes vitaminreich verfeinern und weitere Zuckerzugaben oftmals überflüssig machen.


Süßstoffe

Die zumeist synthetisch hergestellten Süßstoffe können für Diabetiker und Gesundheits- und figurbewusste Personen eine gute Alternative zu herkömmlichem Zucker sein, da sie – anders als Zuckeraustauschstoffe – kaum oder sogar keine Kalorien haben und sich wenig bis gar nicht auf den Insulinspiegel auswirken. Ihre sehr hohe Süßkraft sorgt zudem dafür, dass Sie beim Kochen und Backen nur kleine Mengen davon benötigen.

Stevia ist eine Pflanze aus Südamerika, die aufgrund ihres süßen Geschmacks als gesünderer Zuckerersatz gehandelt wird. Seit Ende 2011 darf Stevia, das viele Vorteile gegenüber herkömmlichem Haushaltszucker hat, in Deutschland und der restlichen EU verkauft werden. Es kann durch seinen natürlichen Ursprung wesentlich gesünder als Zucker sein und die Zähne vor Kariesbefall schützen. Zudem enthält Stevia praktisch keine Kalorien und kann dadurch für die Gewichtsreduzierung ideal geeignet sein. Außerdem ist seine Süßkraft, gemessen am Haushaltszucker, etwa dreihundert Mal höher.

Auch die synthetisch hergestellten Süßstoffe Saccharin und Cyclamat besitzen eine sehr starke Süßkraft und können die Zähne vor Karies schützen. Cyclamat kommt zudem raffiniertem Zucker geschmacklich sehr nahe, was es zu einem beliebten Süßstoff macht.

Im großen Dschungel der Zuckerersatzstoffe gibt es eine reiche Auswahl, die für jeden Anspruch eine passende Alternative bereithält – ob Sie kochen oder backen, Ihren Tee verfeinern oder sogar Ihre Haut verwöhnen möchten. Gold-gelber Honig stellt dabei die naturbelassenste Alternative für ein gesundes Süßen dar, die sich für fast alle Anwendungsbereiche eignet. So können Sie von den vielen wertvollen Inhaltsstoffen profitieren, Ihrem Körper etwas Gutes tun und Ihre Gesundheit fördern.